Lichtbeton: Durchsichtiger Beton

Lichtdurchlässiger Beton, auch Lichtbeton genannt ist eine der innovativsten Weiterentwicklungen des Baumaterials Beton. Lichtleitende Fasern ermöglichen eine entsprechende Lichtdurchlässigkeit des Betons. Durch die Einarbeitung von hochwertigen Lichtwellenleitern in Form von Gewebe erscheint der Stein gleichermaßen massiv wie transparent. Durch die gleichmäßige Ordnung des Materials wird die hohe Lichtdurchlässigkeit erreicht. Der Einbau der einzelnen Gewebeflächen und des besonderen Feinbetons geschieht alternierend – Schicht für Schicht im Abstand von ca. 2 bis 5 Millimetern. Je dichter die Schichten gepackt sind, desto mehr Licht lässt der Beton passieren. Ein Anteil von wenigen Prozent Gewebe genügt für diesen erstaunlichen Effekt. Die verlustfreie Lichtleitung durch die optischen Fasern ermöglicht es Licht, Schattenwürfe oder sogar Farben durch den Beton zu sehen – selbst bei großen Wanddicken.

Vorreiter in der Produktion und Entwicklung von lichtdurchlässigem Beton ist LUCCON aus Vorarlberg. LUCCON Lichtbeton wird mit Hilfe modernster Betone und darin eingebetteter Lichtwellenleiter hergestellt. Faser für Faser wird Licht durch das Bauteil hindurch übertragen – Geschehnisse jenseits einer Wand beispielsweise werden punktweise, sozusagen “digitalisiert” auf der gegenüberliegenden Seite abgebildet, gleich ob Schatten, Licht, Farben, Projektionen oder Displays. Dabei ist die Dimension eines Bauteils praktisch unerheblich, mit einer Ausnahme: mit zunehmender Dicke wird das erlebte Abbild der verborgenen Seite immer eigentümlicher. Besonders faszinierend erscheinen dabei bewegte Bilder, da sie die steinerne Oberfläche auf eigenartige Weise schillernd durchsichtig werden lassen. Die Transparenz des Steins lässt dabei mehr erahnen, als sie zeigt, sie bewirkt eine seltsame Leichtigkeit trotz Massivität. Auf ganz und gar charakteristische Weise verwandelt sich LUCCON plötzlich wieder zu Stein, wenn wir von der Schattenseite auf die Lichtseite wechseln – oder eine Wand zum Beispiel vom Tag in die Nacht wandert. Sehen wir tagsüber im Innern eines Raumes die Geschehnisse der Außenwelt als bewegte Schattenbilder, zeugt die Steinfläche nachts vom Innenleben eines Gebäudes, wahlweise zeigt sie auch Animationen und wird so zur Informationsfläche.

Bislang wurde Lichtbeton im Fassadenbereich durch die Kombination mit Isolierverglasungen eingesetzt, alle erdenklichen Varianten und Schichtdicken sind hier möglich. So hat beispielsweise die Uhrenmanufaktur A. Lange und Söhne für die Fassade ihres Flagshipstores an der Dresdner Frauenkirche auf LUCCON-Lichtbeton gesetzt.

Im ambitionierten Fahrzeugbau wird Lichtbeton hingegen in Form 0,5 mm dünner Furnierware verwendet, diese in Kombination mit transparenter und hinterleuchteter Unterkonstruktion. Ein ganz besonderes Highlight: das dünne Material lässt sich sogar drei-dimensional verformen – der Phantasie der Gestalter sind offensichtlich keine Grenzen gesetzt.

Im Werk der LUCCON-Lichtbeton GmbH in Klaus (Austria) ist seit kurzem ausserdem die Serienfertigung von LUCCOtherm angelaufen. Mit einem neuartigen Verfahren hat man es geschafft, thermisch getrennte Elemente von gleicher Transparenz wie die “Standard”-Ware herzustellen. Auf beiden Seiten – also innen und außen – weist LUCCOtherm trotz Isolierschicht die attraktive LUCCONOptik auf. Die Bauteile mit einem U-Wert von bis zu 0,18 W/m2K sind als geschosshohe Elemente erhältlich. Aber auch im kleineren Format in Form von Mauersteinen mi Längen von bis zu 250 cm und Höhen von bis zu 80 cm sind in unterschiedlichen Dicken und Dämmwerten erhältlich.

Herstellung: LUCCON-Lichtbeton GmbH

Bilder: LUCCON

www.LUCCON.com

 

Einzigartige Sichtbeton-Oberflächen

Strukturmatritze Stoff

NOEplast Dessin-Entwurf Stoff (Foto: NOE-Schaltechnik, Süssen)

Auch Beton-Oberflächen können einzigartig wirken, wie ein Kunstwerk. Wie das geht? Mit Texturen und Refliefs, die der Beton-Oberfläche einen dreidimensionalen Charakter verleihen.

Mit Hilfe von Schalungsmatrizen wird dies auf einfache und individuelle Weise möglich. NOE-Schaltechnik, Süssen bietet Schaulungsmatrizen mit denen strukturierte Beton-Oberflächen gestaltet werden können und so aus einer einfachen Sichtbeton-Oberfläche gleich ein ganzes Kunstwerk wird.

Beim Design hat die Architektin größten Wert auf Authentizität gelegt. Das heißt, keine Matrize empfindet ein bestehendes Material in Textur und Haptik nach oder ersetzt es. Stattdessen besteht die Aufgabe der Motive darin, die Wirkung der Architektur zu unterstreichen. Die Bandbreite der Reliefs reicht von wiederkehrenden Elementen, die eine große einheitliche Wandfläche ermöglichen, bis hin zu Texturen, die durch eine Reihung der einzelnen Motive leben.

Das Besondere dieser Entwürfe ist, dass aktiv in die Gestaltung eingegriffen, diese weiter entwickelt oder als Grundlage für eigene Dessins verwendet werden kann. Matrizen- und Motivgröße oder Relieftiefe können dabei selbst bestimmt werden. Dadurch passt sich die Struktur von vornherein dem gewünschten Erscheinungsbild hervorragend an und eigenen Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Das Design “Gräser” beispielsweise, bildet ganze  Getreidefelder in der Betonwand ab, fast wie ein Fossil. Aber auch eine Holzoptik, Mauerwerksnachbildungen oder ein ganzer Blätterwald sind möglich.

 

Fotos: NOE-Schaltechnik, Süssen

Über NOEplast Strukturmatrizen:

NOEplast Strukturmatrizen sind strukturierte Polyurethan-Matrizen, die zur Gestaltung von Sichtbeton-Oberflächen eingesetzt werden. Die Polyurethan-Strukturmatrizen von NOE lassen sich im Ortbetonbau genau so wie in Fertigteilwerken einsetzen, wobei die robusten Eigenschaften der PU-Matrizen hundert und mehr Einsätze erlauben.
Neben der individuellen Gestaltung von Sichtbeton-Oberflächen können Bauherren, Architekten und Planer auf weit über 100 Dessins zurückgreifen, die standardmäßig lieferbar sind.

Infos unter: www.noe.de