Shoah-Mahnmal aus Beton in Herne

Shoah-Mahnmal aus Beton

Bild: BetonBild; Thomas Schmidt/Stadt Herne

Gedenkstätte in Herne erinnert an die Unterdrückung, Deportation und Ermordung von über 400 Juden zwischen 1933-1945. Sie trägt den Namen „Okulare“, da das Mahnmal eine Betonplatte mit 410 speziell gefertigten, in die Gedenktafel eingearbeiteten Okulare aus Glas trägt, die einen unverfälschten Blick auf die Opfer ermöglichen sollen. Sieht man in diese hinein, werden die Namen der Getöteten klar ersichtlich. Die Betonplatte weist eine unregelmäßige Oberfläche auf – ein Symbol für die Narben, die aus dieser Zeit zurückgeblieben sind. Die Betonplatte selbst steht auf einer anthrazitfarbenen Beton-Rampe, welche den Deportationsweg symbolisiert. Rechts und links im schwarzen Beton der Rampe stehen die in den Beton eingearbeiteten Vernichtungs- und Konzentrationslager, Ghettos, KZ-Außen- und Zwangsarbeitslager, Internierungs- und Arbeits-erziehungslager, in denen Herner und Wanne-Eickeler Juden ermordet wurden. Am Antritt der Rampe steht in hebräischen und deutschen Schriftzeichen: „Gedenke 1933 – 1945“.

Der Entwurf für das Mahnmal stammt von Gabriele Graffunder und Winfried Venne von der Agentur G&V Design aus Wuppertal und wurde bereits 2008 eingereicht und 2010 wurde das Mahnmal schliesslich eingeweiht.

Gabriele Graffunder: „Wir wollten jedes einzelne Opfer nach vorne holen und herausheben aus seiner Anonymität. Zum Betrachter soll dadurch eine emotionale Beziehung aufgebaut werden.“